Untersuchung der oberen Atemwege während der tatsächlichen Bewegung unter dem Reiter, um funktionelle Veränderungen sichtbar zu machen, die in Ruheuntersuchungen häufig nicht erkennbar sind.
Atemgeräusche beim Reiten?
Leistungseinbruch trotz Training?
In Ruheuntersuchungen unauffällig?
Viele Probleme der oberen Atemwege treten ausschließlich unter Belastung auf.
Genau dort, wo Leistung entsteht – in Bewegung – bleiben sie in klassischen Untersuchungen häufig verborgen.
Die Overground-Endoskopie (Trainingslaryngoskopie) ermöglicht die Untersuchung der oberen Atemwege während das Pferd tatsächlich arbeitet – unter realen Trainingsbedingungen.
Die Overground-Endoskopie ist ein hochspezialisiertes diagnostisches Verfahren.
Ihr Wert entfaltet sich erst durch
korrekte Interpretation und Erfahrung.
Die Untersuchung erfolgt bei VIDOCQ-ESC durch einen auf die Chirurgie der oberen Atemwege spezialisierten Tierarzt.
Nicht jede Veränderung ist behandlungsbedürftig.
Nicht jede Auffälligkeit erfordert eine Operation.
Sollte sich eine therapiebedürftige Ursache zeigen, kann die weitere Versorgung gezielt geplant werden.
Dank enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Pferdekliniken ist – sofern erforderlich – eine zeitnahe Weiterbehandlung möglich.
Diagnostik, Befundbewertung und gegebenenfalls chirurgische Therapie erfolgen inhaltlich aus einem Guss.
Für spezielle Operationen kommen wir nach Absprache auch in eine Pferdeklinik in Ihrer Nähe.
Häufige Fragen zur
Overground-Endoskopie
beim Pferd
Nein. Die Overground-Endoskopie ist nicht schmerzhaft.
Das verwendete Endoskop ist sehr dünn (ca. 8 mm Durchmesser) und wird vorsichtig über den Nasengang eingeführt.
Für manche Pferde fühlt sich das Einführen anfangs ungewohnt oder leicht „kitzelnd“ an – vergleichbar mit einem Fremdkörpergefühl in der Nase.
Sobald das Endoskop korrekt positioniert ist, verursacht es keine Schmerzen.
Das gesamte System wird in einem speziellen Halfter ausschließlich am Kopf befestigt und wiegt nur etwas über ein Kilogramm. Dadurch eignet sich die Untersuchung auch für junge Pferde und kleinere Rassen, ohne diese zu belasten.
Einige Pferde reagieren anfangs mit leichtem Schnaufen oder Kopfschütteln.
Sobald jedoch Bewegung und Arbeit beginnen, gewöhnen sich die meisten Tiere sehr schnell daran.
In der Regel nein.
Für eine realistische Beurteilung der Atemwege ist es entscheidend, dass sich das Pferd natürlich und unverfälscht bewegt. Eine Sedierung während der eigentlichen Belastungsuntersuchung wird daher möglichst vermieden.
In einzelnen Ausnahmefällen – etwa bei sehr jungen, nervösen oder temperamentvollen Pferden – kann eine leichte Sedierung zum Anlegen des Endoskops notwendig sein.
Diese Sedierung ist:
Nach dem Anlegen des Endoskops wird ausreichend Zeit eingeplant, bis die Wirkung vollständig abgeklungen ist.
Erst danach beginnt die eigentliche Untersuchung unter Belastung.
Die Dauer richtet sich danach, wann die Symptome auftreten.
Manche Pferde zeigen Auffälligkeiten bereits früh während der Arbeit, andere erst bei zunehmender Belastung oder Ermüdung.
Grundsätzlich wird das Pferd so lange bewegt, bis:
In der Praxis dauert die Untersuchung – inklusive Vorbereitung, Durchführung und Nachbesprechung – etwa eine Stunde.
Nein. Die Overground-Endoskopie ist nicht gefährlich und nicht invasiv.
Das Endoskop wird etwa 35–40 cm in den Nasengang eingeführt und liegt sicher im Bereich des Rachens. Für das Pferd besteht dabei kein gesundheitliches Risiko.
Das einzige potenzielle Risiko betrifft nicht das Pferd, sondern das empfindliche Endoskop selbst – beispielsweise, wenn ein Pferd versucht, sich unkontrolliert mit der Nase zu reiben.
Aus diesem Grund wird während der gesamten Untersuchung auf eine sichere Umgebung und ruhige Durchführung geachtet.
Für das Pferd ist das Verfahren sehr schonend.
Nein – selbstverständlich nicht.
Die Overground-Endoskopie dient der Diagnostik, nicht der automatischen Operationsentscheidung.
Nur wenn:
wird eine chirurgische Behandlung empfohlen.
In vielen Fällen reichen:
Die Entscheidung erfolgt stets individuell, medizinisch begründet und transparent.
Grundsätzlich für alle Pferde, bei denen Probleme ausschließlich in Bewegung auftreten.
Besonders sinnvoll ist die Untersuchung bei:
Kurz gesagt:
Immer dann, wenn ein Problem in Bewegung entsteht, sollte es auch in Bewegung untersucht werden.